rundulife.ch: Blog-Archiv vom Oktober 2015

Do

01

Okt

2015

Oktober, der Monat des Schreibens

Im Monat Oktober muss ich wieder so einiges an Schreibarbeit erledigen. Da ist z.B. der Jahresreport in Englisch für Interteam, der sich mit einem selbstkritischen Blick meinem Wirken hier als Management-Berater widmet und darin sind vor allem Details zu meinem Beitrag für eine nachhaltige Wirkung gefragt. Und gestern habe ich die aktuelle Spendenliste aus Luzern erhalten und ich bedanke mich jeweils persönlich mit einem Schreiben für die finanzielle Unterstützung. Und last but not least, werde ich im Oktober auch die Weihnachts- und Neujahrskarte gestalten, die ich dann Anfangs Dezember in Englisch für meine Freunde hier im Bildungsdepartement, aber auch für Freunde, Verwandte und Bekannte zu Hause in Deutsch verschicken werde.

0 Kommentare

Fr

02

Okt

2015

Aller guten Dinge sind drei ...

Na, das sieht doch schon fast aus wie in Europa?
Na, das sieht doch schon fast aus wie in Europa?

... und so bin ich wieder einmal in ein neues Büro gezügelt, und in was für eines! Das lässt sich wohl kaum mehr toppen und dürfte das beste und schönste Office im ganzen Gebäudekomplex sein. Mein neuer Arbeitsplatz ist mit Ledersessel, Lederstühlen, einem neuen und grossen Eckpult mit abschliessbarem Schubladen-Korpus und einer funktionierenden Klimaanlage ausgerüstet. Mein Büronachbar ist der Chef vom Gebäudeunterhalt und ich habe ihm gestern in Erinnerung gerufen, dass ich in dieses schöne Büro zügeln werde, wenn es bei mir zu Hause durch das lecke Hausdach rein regnet;-))

mehr lesen 2 Kommentare

Sa

03

Okt

2015

Es gibt zu wenig Einsteins

Wieso ist nicht möglich, was so einleuchtend ist? Warum nur wollen wir nicht, was möglich wäre? Ja, es ist bedenklich, wie sich die Welt in den letzten Jahren in gewissen Bereichen "entwickelt" hat. Es wird - mit welchen öffentlichen und verdeckten Absichten auch immer - gegen das offensichtlich Schlechte interveniert und was dadurch angerichtet wird, ist schlussendlich ein viel schlimmeres Chaos und Elend als je zuvor. Ich frage mich, wie viel Irak, Lybien und Syrien braucht es noch bis wir zur Einsicht kommen, dass die Lösung eine andere ist. Wahrscheinlich bräuchte es dazu mehr als nur einen Einstein und viele Bushs weniger. Sorry, dass ich jetzt ein bisschen politisch geworden bin, aber Träume darf man ja wohl noch haben.

0 Kommentare

So

04

Okt

2015

Dann waren's nur noch fünf

Ist er oder sie nicht zum "Knuddeln" süss?
Ist er oder sie nicht zum "Knuddeln" süss?

Du kannst aufatmen, denn so manche Hundegeschichte werde ich wohl nicht mehr schreiben können. Gestern, nach knapp 5 Wochen (!) hat der erste neue Hundebesitzer das erste von den sechs Welpen abgeholt. Die ersten zwei Bilder unten in der Bildstrecke zeigen die 6 Geschwister zum letzten Mal zusammen. Regula hat ein bisschen "gegoogelt" und festgestellt, dass man junge Hunde frühestens nach acht Wochen von der Mutter trennen sollte, besser wäre sogar erst nach 3 Monaten. Dass diese Rechnung für meinen Nachbarn definitiv zu schwierig ist, leuchtet wohl jedem und jeder ein, der/die meine Blogs über die Hunde meines Anwohners gelesen hat. Und so wird es wohl nicht mehr lange dauern, bis jedes dieser kleinen Schätzchen ein neues Daheim gefunden hat, Diana wieder schwanger ist und ich in dieser Geschichte trotzdem ein neues Kapitel schreiben kann.

mehr lesen 0 Kommentare

Mo

05

Okt

2015

Eine gute Woche wünsche ich dir!

Bei mir hat die Woche mit einer Kolumne in der AZ von Peter Rothenbühler begonnen. Ich habe ja schon einmal über ihn, meinen "Lieblingsschreiberling", einen Blog verfasst. Und jetzt hat er es doch tatsächlich wieder in meinen Blog geschafft. Du kannst dir sicherlich gut vorstellen, dass er mir nicht gerade aus dem Herzen schreibt, denn Behauptungen im Zusammenhang mit der Burka wie: "Denn es geht gar nicht so sehr um die Sitten und Bräuche der Menschen aus den Golfstaaten, es geht um uns!" zeugen aus meiner Sicht nicht gerade von viel Verständnis für dieses Thema. Ist ja irgendwie auch logisch, was wollen wir schon über die Burka wissen, geschweige denn verstehen? Aber er wird mit seiner Ansicht leider auch viele Schweizer finden, die ihm voll und ganz zustimmen und für die dieses Thema ebenfalls zu anspruchsvoll ist. Um solche Situationen besser ertragen zu können, nehme ich mir jeweils die Worte links im Bild zu Herzen und dann sieht der Einstieg in die neue Woche wieder deutlich entspannter aus. Und wenn dir in Zukunft ähnliches widerfährt und du ärgerst dich über Aussagen und Meinungen deiner Mitmenschen, dann versuche zuerst darüber zu reden und zu verstehen; und wenn das nicht möglich ist, dann halte dich an die Feststellung im Bild. En gueti Woche wönsch ech der!

mehr lesen 0 Kommentare

Di

06

Okt

2015

Milchreis zum Geburtstag

Mein Geburtstagsmenu: Milchreis mit Zimtzucker
Mein Geburtstagsmenu: Milchreis mit Zimtzucker

Letztes Wochenende habe ich mir Milchreis mit Zimtzucker gemacht. Diese köstliche Speise habe ich mir immer als Geburstagsmenu gewünscht. Regula hat mir im Sommer eine Packung Milchreis mitgebracht, weil den kann man hier nicht kaufen. Was für mich dabei etwas gefehlt hat, ist der Vanillestengel, der gehört einfach dazu. Original wird das süsse Gericht mit Zwetschenkompott gegessen, aber Milchreis kann man in 119 oder sogar noch mehr verschiedenen Varianten und auch an "Nichtgeburtstagen" machen, mit Eis, als Parfait, mit Apfelmus, nach portugiesicher oder dänischer Art und für weitere Rezeptvorschläge einfach den Link oben wählen. En Guete!

0 Kommentare

Mi

07

Okt

2015

Der Flug ist gebucht und erste Schritt getan

Am Geburtstag meines Bruders wurde die Reise nach Namibia bekannt gegeben.
Am Geburtstag meines Bruders wurde die Reise nach Namibia bekannt gegeben.

Im nächsten Sommer wird mein Bruder Felix mit Frau Susanne und der einen Tochter Fabienne für einen Monat nach Namibia kommen. Gestern nun habe ich den Flug gebucht und als nächstes werde ich einen Reisevorschlag ausarbeiten. Wir werden wahrscheinlich von Windhoek zuerst zu den Dünen nach Sossusvlei fahren und die Besteigung von Big Daddy in Angriff nehmen. Die wunderbare Stadt Swakopmund am Atlantik mit den zwei feinen Restaurants The Tug und Jetty 1905 stehen ebenfalls auf meiner Empfehlung. Weiter geht's dann Richtung Norden über Twyfelfontein im Damaraland nach Opuwo zu den Himbas und auch ein Besuch der Epupafälle sollte nicht fehlen. Da ich kein Fan vom Etosha Nationalpark bin, werden wir diesen eher rechts liegen lassen und als Kompensation ein bisschen im Chobe Nationalpark in Botswana "fremdgehen". Und wenn wir schon in diesem Vierländereck (Namibia, Sambia, Botswana, Simbabwe) sind, dann kann man natürlich die Victoriafälle nicht auslassen. Und last but not least sollte dann auch noch etwas Zeit übrig bleiben, um bei mir zu Hause in Rundu ein paar Tage zu relaxen. Na, wenn das kein 15 Punkte Gourmet-Reise-Menu ist, dann weiss ich auch nichts mehr;-))

1 Kommentare

Do

08

Okt

2015

Matratzen-Test in der Nunda Lodge

Heute Nachmittag fahre ich nun also nach Divundu in die Nunda Lodge um den dreitägigen - oder eben eher dreinächtigen - Härtetest der neu erstandenen luftlosen Matratzen durchzuliegen. Wenn das wirklich funktioniert, dann wären dies nach mehr als 1½ Jahren meine ersten Campingnächte ohne Schlaf störendes Aufpumpen in der Nacht. Wau, das wäre wirklich genial! Wenn nicht, dann dürfte es wirklich schwierig werden, wie ich meinem Besuch in einem Monat das "Zelten" schmackhaft machen kann. Was mir dazu als letztes Mittel noch in den Sinn kommt, ist, dass ich meine teuren und guten Matratzen mitnehme, die ich extra vor einem Jahr in Windhoek gekauft habe und die mir bis heute jede Nacht einen guten und tiefen Schlaf bescheren;-))

mehr lesen 0 Kommentare

Fr

09

Okt

2015

Ist das nicht einfach beeindruckend?

Der kleine Hansj und der riesige Baobab
Der kleine Hansj und der riesige Baobab

Im Mahango Game Park und damit nur etwa 15 km von der Nunda Lodge entfernt, steht dieser mächtige Baobab-Baum. Siehst du den verschwindend kleinen Hansj, der vergeblich versucht den Stamm zu umarmen? Oder beschwört er vielleicht eher den Affenbrotbaum, um etwas von seiner Energie für sich selber "abzuzweigen"? Wie auch immer, der Stamm des Baumes ist riesig und der Umfang der grössten Baobab kann bis über 30 Meter (!) betragen.

Aufgrund seines Aussehens ranken sich mehrere Legenden um den Affenbrotbaum. Nach einer in Afrika weit verbreiteten Vorstellung riss der Teufel den Baum aus und steckte ihn anschliessend mit den Zweigen zuerst in den Boden, so dass die Wurzeln nun in die Luft ragen. Einer anderen Erzählung zufolge wollte der Baum bei seiner Entstehung schöner als alle anderen Bäume werden. Als ihm dies jedoch nicht gelang, steckte er seinen Kopf in die Erde und das Wurzelwerk ragte gegen den Himmel. (Mehr Wissenswertes über diesen mächtien Riesen findest du, wenn du auf den Link oben klickst.)

mehr lesen 0 Kommentare

Sa

10

Okt

2015

Matratzentest erfolgreich abgeschlossen

Meine neue faltbare Schlafmatte "för en tüüfe gsonde Schlaf"!
Meine neue faltbare Schlafmatte "för en tüüfe gsonde Schlaf"!

Nach zwei Nächten und ca. 10 stündigem Dauertest mit ca. 80 kg schlafendem Lebendgewicht in unterschiedlichsten Positionen bin ich mir sicher, dass sich die Investition von Fr. 50.- für die luftlose Schlafmatte mehr als gelohnt hat. Kein störendes Aufstehen in der Nacht, um den Schlafkomfort wieder herzustellen und auch keine schmerzenden Körperstellen mehr vom Liegen auf dem harten Boden. Und auch das Mitnehmen des Schlafsackes hat sich gelohnt, denn trotz der beinahe 40 Grad am Tag, so kühlt es in der Nacht immer noch so weit runter, dass man ab 2 Uhr morgens freiwillig in den wärmenden Schlafsack kriecht. So Ruedy, du kannst kommen, es ist alles bereit;-))

mehr lesen 1 Kommentare

So

11

Okt

2015

Neuer Abfangjäger für die Schweizer Armee

Kingfisher auf dem Weg zum Erfolg!
Kingfisher auf dem Weg zum Erfolg!

Na, sieht dieser Jäger nicht überzeugend, natürlich, elegant  und vielversprechend aus? Das wäre doch was für unsere Schweizer Luftwaffe oder etwa nicht? Dieser Kerl ist äusserst flink, wendig, sparsam und zudem erst noch erfolgreich. Wenn er erst einmal seine Beute entdeckt hat, dann gibt es kaum ein Entkommen. Diesen Kingfisher habe ich auf einem verdörrten Ast entdeckt und es ist mir geglückt, ihn beim Blitzstart zum Angriffsflug auf Pixel zu bannen. Ich bin überzeugt von diesem Flieger und der ist um ein Vielfaches günstiger als jeder Gripen oder wie die Dinger auch immer heissen.

mehr lesen 0 Kommentare

Mo

12

Okt

2015

Hitzewelle in Namibia

Beruf Meteologe in Namibia macht wenig Sinn
Beruf Meteologe in Namibia macht wenig Sinn

Zurzeit und in den nächsten Tagen geht es ziemlich heiss zu und her hier in Namibia. Die Temperaturskala bewegt sich immer scharf an der magischen 40 Grad Grenze und gestern Abend war es bei mir im Haus sage und schreibe 33 Grad. Von Gemütlichkeit keine Spur und ohne China-Ventilator schon fast nicht mehr auszuhalten. Aber was will ich klagen, das ist Afrika und ich habe es mir ja selber ausgesucht und im Vergleich zu all den Menschen, die in diesen heissen Tagen in ihren Blechhütten leben, nein eher garen oder schmoren müssen, ist meine Situation wiederum gar fürstlich. Also lass ich es bleiben mit Klönen und tröste mich damit, dass du diesen Sommer in der Schweiz ähnliche Verhältnisse hattest. Auch der Kavango River leidet ob der andauernden Trockenheit und Hitze an flüssiger Nahrung und zeigt sich schlank und rank wie selten. Am Wochenende findet man halb Rundu am und im Fluss, um etwas Abkühlung zu finden. Und in Windhoek spitzt sich die Situation mit dem kostbaren Nass so langsam aber sicher auch zu, denn der Damm ist schon lange ausgetrocknet und die Wasservorräte werden täglich bedrohlich weniger. Ja, die Erderwärmung scheint auch vor Namibia nicht halt zu machen.

0 Kommentare

Di

13

Okt

2015

Faszination Wildlife

Ist dieses Muster des Panzers nicht wunderbar
Ist dieses Muster des Panzers nicht wunderbar

Neben dem Matratzentest in der Nunda Lodge habe ich auch versucht herauszufinden, wie nahe ich mich einem Krokodil nähern kann ohne aufgefressen zu werden. Leider konnte ich den Test nicht abschliessen, weil das Kroko scheinbar zu wenig hungrig war;-)) aber faszinierend ist es schon, diese fantastischen Kreaturen in ihrer natürlichen Umgebung zu erleben. Bei diesen Bildern wurde ich unter anderem gefragt, ob ich keine Angst hatte dieser Panzerechse so nahe zu kommen? Ein interessante Frage, wirklich. Nach etwas überlegen stellte ich für mich fest, dass ich vor gewissen Menschen bedeutend mehr Angst habe als vor diesem Krokodil; das ginge dann wohl unter das Motto: "Faszination Mensch".

mehr lesen 0 Kommentare

Mi

14

Okt

2015

Wer wir sind. Was wir leisten.

"Learning for Life" hat nicht nur schon bald eine neue Homepage, sondern ab heute auch eine Präsentation, welche unsere Leidenschaft, Projekte und unser Wirken in Supe, Äthiopien, dokumentiert. Und gerade so nach dem Motto: "Tue Gutes und sprich darüber!" möchte ich diesen Blog dazu nutzen, dich darauf aufmerksam zu machen. Viel Spass beim Watchen des Videos;-))


1 Kommentare

Do

15

Okt

2015

Hab' Sonne im Herzen

Puuuh, das sieht aber ziemlich düster aus im Norden.
Puuuh, das sieht aber ziemlich düster aus im Norden.

Wenn wir heute zusammenspannen, dann haben wir es optimal, d.h. deine 6 Grad im Aargau und meine 34 Grad hier in Rundu geteilt durch 2 gibt einen wunderbaren, sonnen-bewölkten Tag von durchschnittlich 20 Grad.  Was will man mehr. Leider geht das ebenso wenig, wie Geld und Essen gerecht verteilen auf der Welt. Und so bleibt uns wenigstens der Trost, dass wir die Sonne im Herzen haben können, gerade so, wie es 1971 Chris Roberts besungen hat. Ich wünsche dir trotz den trüben Aussichten heute viel, viel Sonne im Herzen!

0 Kommentare

Fr

16

Okt

2015

Schade haben wir uns nie kennen gelernt

Rein zufällig machte ich in den letzten Tagen mit einigen Zitaten von Konfuzius Bekanntschaft und ich muss sagen, seine Gedanken und Weisheiten haben's drauf, wenigstens für mich. Grund genug mal zu "googlen", wer dieser Konfuzius überhaupt ist. Kǒng Zǐ war ein chinesischer Philosoph. Im Westen ist er vor allem als Konfuzius bekannt. Er lebte vermutlich von 551 v. Chr. bis 479 v. Chr. und wurde unter dem Namen Kong Qiu in der Stadt Qufu im chinesischen Staat Lu geboren, wo er auch starb. Das zentrale Thema seiner Lehren war die menschliche Ordnung, die seiner Meinung nach durch Achtung vor anderen Menschen und Ahnenverehrung erreichbar sei. Als Ideal galt Konfuzius der „Edle“, ein moralisch einwandfreier Mensch. Edel kann der Mensch dann sein, wenn er sich in Harmonie mit dem Weltganzen befindet: „Den Angelpunkt zu finden, der unser sittliches Wesen mit der allumfassenden Ordnung, der zentralen Harmonie vereint“, sah Konfuzius als das höchste menschliche Ziel an. „Harmonie und Mitte, Gleichmut und Gleichgewicht“ galten ihm als erstrebenswert. Den Weg hierzu sah Konfuzius vor allem in der Bildung. Schade haben wir uns nie kennen gelernt, denn ich glaube, wir hätten uns gut verstanden;-))

mehr lesen 0 Kommentare

Sa

17

Okt

2015

Wie zur Zeit Christus

Ich war heute Morgen relativ früh unterwegs mit dem Fahrrad und die Bilder, die sich mir dabei boten, haben mich sehr stark an mein Bild erinnert, wie ich mir die Welt vor 2000 Jahren vorstelle. Kaum Menschen, Lehmhütten mit Strohdächern, wild weidende Kühe mit grossen Hörnern und Ziegen, die unter den spärlich vorhandenen Bäumen und Büschen nach Essbarem suchen. Eine beeindruckende und rundherum stimmige Idylle, die durch Ruhe, Frieden, Harmonie überzeugt und eine wohltuende Seligkeit ausstrahlt. Der Einzige, der nicht ganz in diese Stimmung passt bin ich, mit meinem neuzeitlichen und zweirädrigen Aluminium-Ross, dem Rucksack auf dem Rücken und dem Velohelm auf dem Kopf. Mich und wie ich mein Umfeld wahrgenommen habe, hat dies aber nicht wirklich gestört, da ich mich Gott sei Dank selber nicht gesehen habe;-))

0 Kommentare

So

18

Okt

2015

Wie weiter?

Keine Angst, ich habe keine Krise oder will etwa meinen Einsatz hier in Namibia vorzeitig beenden, weil ich nicht mehr weiter weiss! Und trotzdem merke ich so langsam aber sicher, wie mich die Frage zu beschäftigen beginnt: "Wie weiter in einem Jahr?" Dass mein Engagement hier in Rundu nicht mehr weiter geht ist klar und deshalb wohl ein guter und berechtigter Grund, Gedanken über die Zeit danach gewähren zu lassen. Ich wüsste schon, was ich machen möchte, aber ob das auch jemand in der Schweiz weiss und brauchen kann, steht auf einem anderen Blatt oder in den Sternen. Nichtsdestotrotz beginne ich mich zu orientieren, was möglich und realistisch sein kann. Mehr dazu habe ich im vorgezogenen "Persönlich" geschrieben und ich freue mich natürlich jetzt schon über jeden Tipp und Hinweis, was mein "Wie weiter?" in einem Jahr anbelangt.

2 Kommentare

Mo

19

Okt

2015

Wenn gar nichts mehr geht

Für gestern hatte Northern Regions Electricity Distribution (NORED) schon wieder eine zwölfstündige stromlose Zeit angekündigt. Was das hier heisst, ist, dass es kein Wasser hat und damit auch das WC und die Dusche nicht funktioniert. Der Kühlschrank kühlt nicht und auch die angenehme Brise des Ventilators fehlt. Der Radio bleibt stumm, der Fernseher schwarz und auch das Internet ist tot. Genau so die Alarmanlage, und damit ist die Aussicht auf Erfolg für einen Einbruch besonders günstig. Wenn ich das früher gewusst hätte mit dem "kein Strom", dann wäre ich wohl in die Nunda Lodge geflüchtet, denn hier in Rundu ist die Zeit ohne Strom wirklich ziemlich "ätzend".

0 Kommentare

Di

20

Okt

2015

Ich freue mich gerade ...

... so viele wunderbare Zeilen zu lesen und dass ich diese Seite unter dem Begriff "Empathie" finden durfte. Das hat gestern Kerstin - die ich nicht kenne - in mein Gästebuch geschrieben. Scheinbar war sie auf der Suche nach Empathie und Google - oder eine andere Suchmaschine - hat sie auf meine Homepage aufmerksam gemacht. Wahrscheinlich war mein Eintrag über Kommunikation und Empathie im Persönlich vom Mai Grund für diese "Wegweisung". Wie auch immer, "ich freue mich gerade", dass das passiert ist und so wünsche ich auch dir viel Freude!

0 Kommentare

Mi

21

Okt

2015

Endlich ein Lebenszeichen

Vor ziemlich genau einem halben Jahr hat mein Gärtner - auf eigene Faust und zu meinem grossen Bedauern - den wunderschönen Baum vor meinem Haus auf radikale Art und Weise von jedem Chlorophyl (Blattgrün) befreit und damit total "entkleidet". Nackt und unnatürlich musste der Baum in der winterlichen Kälte ausharren und auch danach, wo es wochenlang immer zwischen 35 und 40 Grad heiss war, fristete er ohne Schutz und in jämmerlich kahlem Zustand sein Dasein. Doch seit einigen Tagen nun zeigen sich endlich wieder erste Lebenszeichen und zaghaft beginnt Blattgrün zu spriessen. Meine Hoffnung ist damit zurück gekehrt, dass der Baum die schmerzhafte Tortur doch überlebt hat und er mir schon bald wieder in vertrautem, prächtigem Grün und in seinem wunderschönen weissen Blütenkleid den willkommenen Schatten vor meinem Haus spendet. (Ich weiss leider immer noch nicht, was für ein Baum oder Strauch es genau ist.)

mehr lesen 0 Kommentare

Do

22

Okt

2015

Frühlingsboten

Blick durch die Betonpalisade in einen Garten
Blick durch die Betonpalisade in einen Garten

Ein Sonntag ohne Strom kann auch dazu animieren, wieder einmal einen Morgenspaziergang zu machen. Und was ich dabei entdeckt habe, lässt sich wirklich sehen und erleben. Nicht nur mein Baum vor dem Haus beginnt zu spriessen, nein, viele Bäume und Sträucher auf meinem Weg durch das Wohnquartier "Tutungeni" strahlen jetzt zur Frühlingszeit mit ihrem farbigen Blütenstand um die Wette. Frühmorgens ist es noch nicht so heiss und deshalb angenehm zu Fuss unterwegs zu sein. In den Häusern schlafen die Menschen noch und nur streunende Hunde und zwitschernde Vögel sind meine Begleiter - einfach friedlich.

mehr lesen 0 Kommentare

Fr

23

Okt

2015

Zahltag

Vorbereitung für den "Zahltag"
Vorbereitung für den "Zahltag"

Ab dem Zwanzigsten im Monat beginnt für die Ersten, d.h. für Beamte und Lehrer, die Auszahlung des Lohnes. Noch immer haben viele der Angestellten kein Bankkonto und deshalb kommen diese jeden Monat - zum Teil von weit her - nach Rundu ins Directorate of Education, um ihren Check persönlich abzuholen und anschliessend bei der Bank einzulösen. Die letzten Tage des Monats stehen deshalb immer auch und ganz im Zeichen des "Schlange-Stehens", d.h. beim Abholen des Checks im Salärbüro, beim Einlösen auf der Bank, beim Ausgeben an der Kasse im Laden. Aber der Hunger und all die finanziellen Verpflichtungen, die sich spätestens am Mitte Monat regelmässig mit all ihren unangenehmen Erscheinungsformen einstellen, sind Grund genug diesen "Spiessrutenlauf" auf sich zu nehmen.

0 Kommentare

Sa

24

Okt

2015

Das Ende der Hundegeschichte

Ich bin gestern leider überfahren worden
Ich bin gestern leider überfahren worden

Okay, die endgültige Bilanz mit Diana und ihren anfänglich 7 Jungen sieht wie folgt aus: Eines ist kurz nach der Geburt gestorben, dann waren's nur noch 6. Dann hat mein Nachbar - nach 4 Wochen viel zu früh - eines der Welpen an eine Familie weggegeben, die es aber - aus mir nicht bekannten Gründen - am nächsten Tag schon wieder zurück gebracht haben, d.h. aus kurzzeitig 5 wurden wieder 6. Nach etwa 6 Wochen ist eines der Kleinen spurlos verschwunden und nie mehr aufgetaucht, dann waren's nur noch 5. Gestern Morgen dann, ist dieser kleine Schönling auf dem Bild links einem Auto zum Opfer gefallen, dann waren's nur noch 4. Ebenfalls gestern hat sich dann mein Nachbar entschieden 3 "der kleinen Schätzchen" wegzugeben. Und so bleibt Diana mit dem einzigen dunkelbraunen Hündchen (letztes Bild in der Bildstrecke) bei mir zurück. Jetzt bin ich mal gespannt, wie lange es geht bis Diana wieder trächtig ist?

mehr lesen 0 Kommentare

So

25

Okt

2015

Moskitonetz montiert

Gestern habe ich wieder einmal mein nicht patentiertes Ein-Mann-Moskito-Aufhänge-Verfahren in der Praxis getestet und es hat auch diesmal wieder wunderbar funktioniert. Wichtig ist natürlich, dass man das richtige Material zur Hand hat, so z.B. ausreichend lange Nylonschnur (nicht die mickrigen, zu dünnen und zu kurzen mitgelieferten Fäden), genügend grosse Haken und eine leichte, aber funktionsfähige Leiter. Und dann, bevor man beginnt nicht vergessen, das Moskitonetz richtig auszurichten, denn es reicht noch nicht, wenn man sich einfach vergewissert, dass die beiden Eingänge nicht vorne und hinten, sondern links und rechts der Betten sind. Die Eingänge sollten nämlich so liegen, dass man direkt von der Fussseite den Eingang betreten kann und nicht zuerst ans Kopfende gehen muss, um sich dann kopfseitig einzufädeln. Und dann beginnt der Spass und "das Kind im Manne" kann ein bisschen Kranführer spielen, d.h. langsam und mit viel Freude das Hochziehen der Konstruktion abwechselnd an den Ecken geniessen. So, Ruedy, dein Bettchen ist ready;-))

mehr lesen 2 Kommentare

Mo

26

Okt

2015

Das Beste am Fondue sind die Gäste

Merke: Eine Gabel ist zu wenig für ein Fondue!
Merke: Eine Gabel ist zu wenig für ein Fondue!

Wenn der "Gluscht" grösser ist als die Hitze draussen (+35°), dann macht man sich eben drinnen trotzdem ein feines Fondue. Auch in der Schweiz kommt man auf ähnliche Ideen, nur dass dort nicht nur die Aussentemperatur etwas tiefer ist als hier in Rundu, sondern dass auch bedeutend mehr Gabeln am "Käseschmaus" teilnehmen. Und wer die Fondue-Packung genau anschaut, der wird merken, dass niemals nur eine Gabel abgebildet ist. Seit heute ist mir auch klar, dass dies einen guten Grund hat, denn zum ersten Mal in meinem Leben habe ich für mich alleine ein Fondue gemacht und festgestellt, dass etwas fehlt. Zudem habe ich schon viele Diskussionen miterlebt, welches Fondue wohl das Beste ist, aber diese Debatte macht wirklich erst dann Sinn, wenn man mehr als eine Person ist.

mehr lesen 2 Kommentare

Di

27

Okt

2015

Hochzeitsbuch: "Gut zum Druck"

Immer wieder habe ich es hinausgeschoben und wollte es schlussendlich im Dezember in der Schweiz machen, das "Hochzeitsbuch von Ondobe". Am letzten Wochenende hatte ich dann einen mehrstündigen Energieanfall und der hat dafür gesorgt, dass das Hochzeitsbuch über die Hochzeit von Ndapunikwa und Malakia nun in Auftrag ist. Das Fotobuch zeigt auf 80 Seiten und mit über 400 Bildern nicht nur die eigentliche Hochzeit, sondern auch ganz viele eindrückliche Szenen, die sich rund um das dreitägige Fest abgespielt haben.

mehr lesen 0 Kommentare

Mi

28

Okt

2015

Keine Krokodile, dafür Schlangen

Nach dem Bad noch ein kleiner Spaziergang am Strand
Nach dem Bad noch ein kleiner Spaziergang am Strand

Kenner der hiesigen Badeszene behaupten, dass es zu dieser Jahreszeit nicht gefährlich ist im Kavango River zu schwimmen, weil die Krokodile ihre Brut beschützen und deshalb nicht im Wasser sind. Das tönt doch schon sehr beruhigend. Das dachte auch ich, wenigstens bis gestern. Was schwimmt den da im Wasser? Ist es ein kleiner Ast? Nein, es bewegt sich, es ist eine wunderschöne grüne Schlange. Wahrscheinlich weiss diese auch, dass die Krokodile keinen Ausgang haben und so kühlt sie sich ein bisschen im erfrischenden Wasser ab. Und ich werde es auch weiterhin unterlassen an der Rundu Beach zu baden, Krokodile und Schlangen hin oder her.

mehr lesen 0 Kommentare

Do

29

Okt

2015

Lebendiger Sattelschlepper im Garten

Als Grössenvergleich der Spurbreite dient der Wasserhahn in meinem Garten
Als Grössenvergleich der Spurbreite dient der Wasserhahn in meinem Garten

Aufgrund der Spuren könnte man meinen, dass ein Kind mit einem Spielzeugauto im Sand in meinem Garten gespielt hat. Dann müsste es aber auch Spuren vom Kind haben. Also dürfte diese Verdächtigung wohl falsch sein, denn hier in Namibia gibt es riesige Tausendfüssler, die oft grösser sind als ein Wienerli und die grössten bis zu einem Schüblig anwachsen können. Und für eine Spitzkehre braucht der Riesentausendfüssler wie ein Sattelschlepper mehrere Anläufe bis all die Räder oder eben die Füsse wieder die richtige Richtung gefunden haben.

mehr lesen 0 Kommentare

Fr

30

Okt

2015

Blutiger Alptraum

Detailansicht eines blutsaugenden Monsters
Detailansicht eines blutsaugenden Monsters

Jetzt muss ich diese lästige Monster-Geschichte doch noch los werden. Seit einigen Tagen werde ich von einer Zeckeninvasion heimgesucht. Am Dienstag haben meine "Raumpflegerin" Rachel und ich weit über 30 kleine Zecken beim Eingangsbereich zu meinem Haus getötet. Ich habe gar nie darüber berichtet, dass Diana und ihre kleinen voll von Zecken waren und auch ich mich nicht dafür begeistern konnte, diese auszureissen und zu töten. Und so holt mich diese Geschichte jetzt wieder ein. Die Hunde haben viel Zeit auf meiner Veranda verbracht und nachdem sich die Zecken mit Hundeblut vollgefressen oder -gesoffen haben, war wohl der richtige Zeitpunkt gekommen, um in den Rissen der Hauswand die junge Brut zu platzieren. Und jetzt haben diese kleinen blutsaugenden Monster auf der Suche nach neuem Blut auch den Weg in mein Haus gefunden. Irgendwie habe ich vor diesen "gruseligen Vampiren" mehr Respekt als vor Elefanten, Krokodilen und Schlangen, weil man nie weiss, ob und wo sie sich gerade auf eine blutige Attacke vorbereiten. Ich hoffe, dass ich diesen noch "kalten Krieg" gewinne, bevor er blutig ausartet;-((

mehr lesen 0 Kommentare

Sa

31

Okt

2015

Mit Flammenwerfer gegen Zecken

Hansj bei seinem "humanitären" Notfall-Einsatz
Hansj bei seinem "humanitären" Notfall-Einsatz

Eigentlich wollte ich ja nicht noch einmal über die grausige Sache schreiben, aber gestern Abend hat Hansj beim Vorbeischauen dem kleinen Hund einige "Dutzend" Zecken ausgerissen. Es ist schon verrückt, dass so ein kleiner Hund von so vielen Zecken befallen ist, gequält wird, selber nichts machen kann und einen solchen "Depp" als Besitzer hat. Gott sei Dank gibt's den Hansj, der scheut sich vor solchen "humanitären Ausreiss"-Aktionen überhaupt nicht. Kein Wunder wimmelt es um mich herum nur so von diesen unnützen Viechern. Da die Blutsauger scheinbar gegen das Insektengift immun sind, habe ich begonnen, sie mit dem Gasfeuerzeug abzufackeln, denn das scheint das einzige wirksame Mittel zu sein, um sie definitiv und für immer unschädlich zu machen.

mehr lesen 0 Kommentare

Es berichtet: Urs Häusermann

durch und mit: