Bevor du urteilen willst über mich und mein Leben, ziehe meine Schuhe an und laufe meinen Weg.

indianische Weisheit

Tagebuch

Mit diesem Tagebuch möchte ich versuchen, euch zu Hause täglich etwas Interessantes über mein Leben hier in Afrika, Namibia, Rundu zu berichten.

Ich hoffe, ihr habt Spass daran und wenn ihr irgend einen Kommentar dazu habt, dann lasst es mich ungeniert wissen.

Sa

10

Dez

2016

Ende der Vorstellung

Es ist Freitag, der 9. Dezember, Zeit ca. 20:11 (Schweizer Zeit), Ort der Internationale Flughafen Hosea Kutako, Windhoek, Namibia. Soeben habe ich den Check-in hinter mir, mein Handgepäck und das Saxophon sind verstaut, ich warte auf meinem Sitzplatz, warte bis es los geht, der Flug Richtung Norden, und diesmal ist es nur ein One-Way-Ticket, wie vor drei Jahren, wo alles angefangen hat, so ist jetzt das Ende der Vorstellung Wirklichkeit. Adieu lieb gewonnenes Namibia! Es war eine unvergessliche Zeit. Sie hat so viel aus mir gemacht, ich hätte dies nie für möglich gehalten. Aber nicht traurig sein, denn es ist nicht vorbei, es lebt weiter in mir, im Norden, die Zeit in Namibia, die Erlebnisse von Namibia, die Erinnerungen an Namibia, die letzten drei Jahre haben mich - keine Frage - bleibend geprägt. Verändert, entwickelt, so wie ich es mir gewünscht hatte. Ich bin unendlich zufrieden, glücklich, dankbar, dass dies alles möglich war, wahr wurde. Alles hat seine Zeit, und so ist nun die Zeit gekommen, die Zeit für etwas Neues, für einen Neuanfang, das erste Kapitel in einem neuen Buch wartet darauf geschrieben zu werden. 

Dies ist nun auch mein ca. 1060 und zugleich letzter Blog. Es ist ein wunderbares, reiches, eindrückliches Tagebuch geworden, und mit diesem Blog ist nun auch die letzte Seite dieser Geschichte geschrieben. Vielen Dank, dir, mein treuer Lese- und Mitfühl-Begleiter sowie Kommentarschreiber. Es hat mir gut getan, zu wissen, dass zu Hause Menschen mit und bei mir sind. Damit hast du mehr für mich getan, als du ahnst. Besten Dank und Adieu.

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Fr

09

Dez

2016

Ringen um jedes Gramm

Ich bin vor drei Jahren mit deutlich mehr Gewicht nach Afrika gekommen als ich jetzt auf die Heimreise mitnehme. Leider gilt dies nicht für mein Körpergewicht, dem ich im Norden dann wieder mit Sport und Schweiss zu Leibe rücken muss und will. Vor drei Jahren hatte ich zwei Mal 23 kg plus Handgepäck plus einen Karton voll Fahrrad inkl. einige zusätzliche Kilogramm an Kleinmaterial mitgebracht, d.h. das waren dann summa summarum gegen die 80 kg! Heute nun habe ich einen Koffer mit 23.1 kg sowie (zugegeben) mit 18.8 kg etwas Überlast im Handgepäck und dies wären dann so gute 40 kg. Ich hoffe, dass ich damit beim Check-in am Flughafen sowie beim Zoll in der Schweiz ohne Probleme und lange Diskussionen durchkomme. Es wäre ja wirklich nicht fair, wenn Regula noch länger auf mich warten müsste;-))

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Do

08

Dez

2016

Noch 2 Tage

Noch 2 Tage in Windhoek und dann geht's ab nach Hause. Heute treffe ich mich (wahrscheinlich) noch mit Brigithe, der Interteam Koordinatorin, um Adieu zu sagen. Ansonsten steht nicht mehr wirklich viel auf dem Programm. Geschenke kaufen macht auch keinen Sinn, da ich eh schon alle Mühe habe das Limit von 23 kg plus Handgepäck einzuhalten. Und weil es weder viel noch interessantes aus Windhoek zu berichten gibt, belasse ich es heute bei diesen wenigen Zeilen und vertröste dich auf ein baldiges persönliches Gespräch zu Hause. 

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Mi

07

Dez

2016

Weihnachtsessen

Gestern war ich ein letztes Mal bei der Finanzdirektorin und ihrem Team vom Bildungsministerium. Wir haben noch offene Fragen geklärt sowie Software bestellt und installiert. Am Abend haben wir uns dann in meinem favorisierten Speiserestaurant JoJo's zum "Weihnachtsessen" verabredet und es war einmal mehr "erste Klasse". Es war für meine Begleiterinnen das erste Mal, dass sie in einem so exklusiven Restaurant gespiesen haben und wir alle haben den Abend - neben dem feinen Essen - mit viel Lachen sichtlich genossen und sehr geschätzt. Und auch meine Lieblingsserviertochter "Loora" - die am Tag am Polytech studiert und am Abend im JoJo's arbeitet - hat mit ihrem breiten Lächeln den Abend verschönert. 

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Di

06

Dez

2016

Die letzten Tage in Windhoek

Auch hier in Windhoek ist man vor Paparazzis nicht sicher.
Auch hier in Windhoek ist man vor Paparazzis nicht sicher.

Auch die letzten Tage hier in Windhoek sind geprägt vom Adieu sagen. Gestern wurde ich von Brigitte und Hans Ueli eingeladen, die heute ihr Wohnmobil zum Winterschlaf bringen und dann noch einige Tage nach Kapstadt reisen, bevor auch sie wieder in die Schweiz zurück kehren. Heute bin ich im Bildungsministerium angemeldet, um letzte Arbeiten zu erledigen und am Abend gehen wir dann zum Abschluss zusammen ins JoJo's Music und Arts Café. Am Donnerstag treffe ich zum letzten Mal Brigithe von der Koordination und last but not least auch ein paar interessante Gespräche mit dem Interteamler Pius stehen auf dem Programm. 

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Mo

05

Dez

2016

Fahre mit mir von Rundu nach Windhoek

Alle einsteigen bitte! Es hat noch Platz in meinem Fortuner. Wir reisen heute zum letzten Mal von Rundu nach Windhoek. Geniesse die Eindrücke in den nächsten 7 Stunden und auf den letzten 700 km von der Omashare Lodge in Rundu in die Pension Steiner in Windhoek. Abfahrt ist 5:30 und Ankunft ca. 12:30 Uhr. Viel Spass!

Aussteigen bitte! Wir sind am Ziel. Es ist 12:30 und der Check-in in der Pension Steiner wartet auf dich. Weder Panne, Kollision noch Geschwindigkeitskontrolle hat uns den Spass an der Fahrt verdorben. Ich hoffe, es hat dir gefallen und vielen Dank fürs Mitreisen. 

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So

04

Dez

2016

Die letzten Bilder von Tutungeni 456

Jetzt, wo du diesen Blog liest, bin ich wahrscheinlich auf dem Weg nach Windhoek oder dort schon angekommen. Ich habe Rundu und damit auch meinen Wohnort der letzten drei Jahre, Tutungeni, verlassen. Ja, es hat schon ein paar traurige Momente und Tränen beim Abschied nehmen gegeben. Dabei habe ich mich gefragt: "Was ist denn schon passiert?", aber manchmal kann man die Gefühle und Emotionen nicht einfach abstellen. Und jetzt freue ich mich auf die neue Zeit zu Hause und das, was mich dort an Schönem und Aufregendem erwartet. See you soon!

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Sa

03

Dez

2016

Omashare River Lodge

Ich habe von meinem Haus in die Omashare River Lodge gezügelt. So kann ich heute in Ruhe die letzten Möbel zügeln und anschliessend noch putzen. So dachte ich wenigstens oder so war es geplant. Aber manchmal kommt es anders als man denkt und sich wünscht. Möbel werden nun doch noch einige im Haus bleiben, weil eine Käuferin das Geld wahrscheinlich nun kurzfristig für den Kauf von High Heels braucht und deshalb wohl illiquid ist. Jetzt muss ich eben versuchen, die Betten, den Küchentisch mit vier Stühlen sowie den Campingtisch, die Campingstühle und die Campingmatratzen aus der Ferne und im Auftrag (Heinz & Anni und/oder Pandu) verkaufen zu lassen. Ja, auch diese Art von Menschen, auf die man sich nicht verlassen kann, gibt's überall auf der Welt. So oder so, werde ich mich morgen früh auf den Weg nach Windhoek machen. 

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Fr

02

Dez

2016

The show must go on

Die letzten drei Tage hatte ich zum zweiten Mal Besuch von Brigitte und Hans Ueli aus dem Aargau. Sie sind gestern nun mit ihrem umgebauten Allrad-Land-Wohn-Cruiser weiter Richtung Windhoek gefahren, was ich in zwei Tagen auch machen werde. Die letzte Nacht in meinem Haus in Rundu hat mich sehr stark an meine erste Nacht hier erinnert, denn so wie damals am 16. Januar 2014 hat mich eine Grille mit ihrem ohrenbetäubenden Zirpen am Schlafen gehindert. Und so wie damals endete die Vorstellung für Einen von uns Zweien mit einem unendlichen Schlaf und für den anderen mit Blogschreiben. Es ist schon unglaublich, dass die erste wie letzte Nacht hier im Haus mit demselben Ereignis aufwartet. 

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Do

01

Dez

2016

Ein letztes Mal Haare lassen in Rundu

Am 8. Februar 2014 war ich zum erstem Mal bei meiner Coiffeuse hier in Rundu zum Haare schneiden. Damals war es ein Versuch mit der Hoffnung, dass sie es endlich besser macht als alle ihre afrikanischen Vorgänger, die ihr Handwerk an meinen Haaren schon ausprobiert hatten. Und tatsächlich war mir mit ihr Glück beschieden und so ist es nicht verwunderlich, dass ich in den letzten drei Jahren meine Haarpracht immer von ihr stutzen liess. Obwohl der Preis in dieser Zeit von 5 auf 7 Franken stieg, ist dies immer noch viel günstiger als in der Schweiz. Und gestern habe ich sogar ein Savanna Dark dazu getrunken. Prost!

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Es berichtet: Urs Häusermann

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