Toiletten-Projekt: Endlich, endlich!

Das Diskutieren, Spekulieren, Parlamentieren und Philosophieren über "das Scheisshaus ohne Wasser" ist zu Ende;-))
Das Diskutieren, Spekulieren, Parlamentieren und Philosophieren über "das Scheisshaus ohne Wasser" ist zu Ende;-))

Endlich, endlich, scheint es geschafft zu sein und das Diskutieren, Spekulieren, Parlamentieren und Philosophieren hat eine Ende. Obwohl der Bau komplett fertig ist, war ich die letzten zwei Wochen sicher fünf Mal auf der Baustelle an der Schule Ngwa-Ngwa und habe mit verschiedensten Leuten vor Ort versucht herauszufinden, wer für was zuständig ist und wie wir möglichst bald zu Wasser kommen könnten. In Betrieb genommen werden konnte die wunderschöne Toilettenanlage nämlich bis jetzt nicht, weil die Wasserrechte mit dem Besitzer der Quelle nicht geregelt sind und ohne Wasser macht "das schönste Scheisshaus" weder Sinn noch Freude. Und auch gestern morgen nahm ich wieder einen Anlauf, habe mit Schulleitung und den Managern auf der Anlage des Besitzers, wo sich die Quelle befindet, gesprochen und dabei erfahren, dass der Eigentümer, ein pensionierter Minister, heute von Rundu zurück nach Windhoek fliegt. Das war genau die Information, die ich brauchte! Ich stellte die Manager vor die Wahl, entweder sie bestellen ihren Boss, bevor er nach Rundu fliegt, nach Ngwa-Ngwa oder ich fange ihn am Flughafen ab und erzähle ihm dann unter vier Augen meine Version der Geschichte. Scheinbar hat diese Drohung gewirkt und wir haben uns alle um 14 Uhr bei der Toilettenanlage getroffen. Die Schule hat ihren Bittbrief und ich mein etwas ausführlicheres Bittschreiben - das ich kurzentschlossen in der Mittagspause mit INTERTEAM Logo und angereichert mit Informationen über meine Wichtigkeit verfasst hatte - dem ex-Minister und Honorable Marco Hausiku "unterwürfig" überreicht. Scheinbar hat das höfliche Getue gewirkt, denn er hat nach anfänglich etwas zögern dann schliesslich doch zugesichert, dass die Schule Wasser erhalten soll, sich aber im Gegenzug an den dafür anfallenden Stromkosten für den Betrieb der Pumpe zu beteiligen hat. Ich bin nun zuversichtlich, dass bis zum Wochenende der 5'000 Liter Tank zum ersten Mal mit Wasser gefüllt sein wird und die Gesundheitskampagne sowie das Einweihungsfest in zehn Tagen stattfinden kann. AMEN!

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Es berichtet: Urs Häusermann

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