Geduld ist eine Tugend

Gestern musste ich zum Strassenverkehrsamt hier in Rundu, um für meinen Toyota den sog. DISC (Strassengebühr) zu erstehen. Ein erstes Mal versuchte ich es um 12 Uhr, brach den Versuch aber wieder ab, weil der Schwanz der Schlange bis zum Ausgang reichte. Um 14 Uhr wagte ich einen zweiten Versuch und siehe da, es waren nur noch ca. 20 Personen am Warten. Also stellte ich mich fein säuberlich hinten an mit der Hoffnung auf eine baldige Bedienung. Aber weit gefehlt, denn erstens war nur ein Schalter von zweien besetzt und zweitens wissen die Einheimischen viel besser als ich, wie man die Wartezeit effektiv verkürzen kann. Man kennt sich ja und so gibt man die Dokumente und das Geld für das Einlösen des DISC einfach einem Freund, der kurz vor der erlösenden Bedienung steht. Selbstverständlich sind dann die Dokumente nicht richtig oder nicht vollständig ausgefüllt und das nicht ausreichende Geld für die Gebühren muss auch noch zuerst von diversen Kollegen erbettelt und komplettiert werden. Und so nützt es mir selber herzlich wenig, dass ich gut schweizerisch perfekt vorbereitet mit ausreichend Geld und vollständigen Daten am Schluss nur etwa 3 Minuten benötige, denn meine 18 Vordermänner und 1 Vorderfrau haben mir inzwischen schon mehr als 2 Stunden Geduld abverlangt oder gestohlen.

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Es berichtet: Urs Häusermann

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