Chropfleerete in namibischen Schulen

Auch SchülerInnen haben eine Sprache und Meinung
SchülerInnen werden sehr ernst genommen, aber Mittel für Besserung sind ungenügend

Gestern konnte ich dabei sein und miterleben, wie hier in Namibia eine "wir würden bei uns Chropfleerete sagen" stattfindet. Drei Mitglieder des sog. "Regional Education Forum" (Volks-Vertreter unterschiedlicher Institutionen und ethnischen Gruppen) sowie unser Direktor, der Inspektor für diesen Circuit, der Leiter von Advisory Services und ich fuhren ca. 100 km Richtung Westen zur Secondary School Kandjimi Murangi, die kurz vor Nkurenkuru liegt. Der Grund für den Besuch war die schlechte Performance der Schule und die Chropfleerete sollte dabei helfen, die Ursachen dafür auf den Tisch zu bringen. Der Anlass fand in einer Art Turnhalle statt und die lokalen TeilnehmerInnen waren: Der sog. Principal (Leiter der Schule), Miglieder des sog. School Board (Schulpflege), und alle redewilligen LehrerInnen und SchülerInnen. Nachdem das Eis einmal gebrochen war, kamen tatsächlich auch die verschiedenen Meinungen auf den Tisch und die emotionen zum Vorschein. Für mich war extrem beeindruckend und vorbildlich, dass und wie die "Learners" mitmachten und für ihre Anliegen eintraten und argumentierten. Die Erwartungen und Defizite sind nun bekannt und es gilt nun daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen und mit effektiven Massnahmen eine bessere Perfomance zu ermöglichen. (Ich will hier absichtlich nicht konkreter werden, weil ich die Vertraulichkeit solcher Details respektiere.)

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Es berichtet: Urs Häusermann

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