BLOG Namibia April 2021

12. April 2021: Etwas Neues beginnen

Zurück in Rundu, wo alles begann im Januar 2014
Zurück in Rundu, wo alles begann im Januar 2014

Wir sind wieder zurück in Rundu, wo alles im Januar 2014 begonnen hat. Damals mit meinem 3 jährigen Engagement als Betriebswirt für das Directorate of Education. Und heute auf dem Weg nach Rundu und hoffentlich auch morgen mit dem Besuch und dem Arbeitstreffen in der Schule Ngwa-Ngwa habe ich das gute Gefühl, dass hier bald wieder etwas Neues beginnt. Ich weiss nicht genau was, aber deutliche Zeichen sind da und das reicht und passt schon für mich und Afrika, und ich weiss inzwischen auch damit umzugehen: 

Wenn ich loslasse, was ich bin, werde ich, was ich sein könnte. 

Wenn ich loslasse, was ich habe, bekomme ich, was ich brauche.

11. April 2021: Etosha bleibt entosha

Und auch die zweite Chance konnte der Etosha nicht nutzen und so bleibt er für mich nicht das erste und ein weiteres mal einfach nur "entosha". Wir werden wohl definiiv keine Freunde werden und uns in Zukunft meiden. Diese Bilder sind so ziemlich alles was wiederum mit über 250 km und mehr als 6 Stunden Fahrt zusammengekommen ist. Das ist eben schon nicht sehr viel im Vergleich zur Konkurrenz, z.B. dem Chobe Nationalpark in Botswana. Zudem finde ich die Vegetation des Etosha Parks nicht wirklich Tierfreundlich, da Wälder mit hohen Bäumen, natürlich fliessendes Wasser weitgehend fehlen, aber auch dies entspricht nur meinem persönlichen Empfinden. 

10. April 2021: Entosha vom Etosha

Na du Kleiner, pass gut auf, sonst wirst du nicht gross!
Na du Kleiner, pass gut auf, sonst wirst du nicht gross!

Einmal mehr waren mein Erwartungen an den Etosha grösser als was er auf den für Touristen erlaubten Pfaden zu bieten hat. Und ich kann die Tiere nur zu gut verstehen. Wieso sollen sie sich entlang der Verbindungsstrasse von West nach Ost aufhalten, ohne Wasserstellen, ohne grosse Bäume, die Schatten spenden und Schutz bieten und wieso sollen sie den ganzen Tag den Staub der Fahrzeuge schlucken? Nein, wenn ich ein Tier im Etosha wäre, dann wüsste ich definitiv bessere Plätze, um alt zu werden. Wir sind über 250 km vom Golden Gate durch den Etosha zum Anderson Gate gefahren. Klar haben wir hunderte Gazellen gesehen, vereinzelt auch Strausse, Gnus, Prix und sogar wenige Elefanten, Aber dies auf 250 km und während mehr als 6 Stunden Fahrt. Da bin ich mir anderes gewohnt, z.B. vom kleinen Mahango oder Buffalo Game Park in Divundu. Wenn die Zebras nicht gewesen wären, dann hätte ich diesen Tag glatt zum Transfertag degradiert. Aber die SchwarzWeissen haben die Ehre des Etosha gerade noch mal gerettet.

9. April 2021: Löwen in der Hobatere Lodge

Die Löwenfamilie auf dem Weg zum Znacht
Die Löwenfamilie auf dem Weg zum Znacht

Wer auf Internet nicht verzichten kann, der wird  in Namibia wahrscheinlich nicht glücklich und er oder sie könnte verpassen, was Afrika wirklich zu bieten hat. Das Highlight für uns war gestern das Zusammentreffen mit der Löwenfamilie. Neun Mitglieder macht das Rudel aus, angeführt von zwei erfahrenen Müttern, die genau wissen, was man den Jungen für's Überleben beizubringen hat. Ein Erlebnis mehr, das für uns einmalig scheint.

8. April 2021: Ruhetag in der Grootberg Lodge

Natur so weit das Auge reicht
Natur so weit das Auge reicht

Heute lassen wir es ruhig angehen, d.h. wir gehen nicht auf fotografische Jagd nach Highlights, sondern wir lassen in der Grootberg Lodge einfach die Seele so richtig baumeln. Wir wurden ja in den letzten Tagen reich beschenkt mit Eindrücken und Erlebnissen, weit mehr, als wir erwartet haben. 

Panorama von der Grootberg Lodge Terrasse
Panorama von der Grootberg Lodge Terrasse

7. April 2021: Ein Paradies in der Steinwüste

Unser Jetzt im Nirgendwo
Unser Jetzt im Nirgendwo

Hier ein paar Eindrücke vom Mowani Mountain Camp in der Nähe von Twyfelfontain. Wie gesagt, Verbindung zur Aussenwelt praktisch null, dafür Verbindung zur Innenwelt mehr als nötig. Vor allem die unberührte Natur sowie die gewaltige Kraft der Steinwüste, und nicht zu vergessen die Milliarden von Sternen am Nachthimmel sind ein Traum, den man nicht enden lassen will.

Panorama beim Sonnenaufgang in der Mowani Mountain Lodge
Panorama beim Sonnenaufgang in der Mowani Mountain Lodge

6. April 2021: No Connection - No Blog - Only Nature!

Die Internetverbindung im Mowani Mountain Camp ist so langsam und instabil, dass ich nur schon froh bin, wenn dieser Texteintrag gespeichert und veröffentlicht werden kann. Bilder hochladen ist nicht möglich, deshalb werde ich diese - sowie mehr Text - später an dieser Stelle einfügen. Vielen Dank für das Verständnis und die Geduld.

 

Heute nun aus der Grootberg Lodge die Fortsetzung von gestern. Es war ein Tag, wo die Natur keine neuzeitliche Konkurrenz namens Internet fürchten musste. Entweder man hat Zeit für das, was die Welt oder der Mensch uns an Ursprünglichkeit noch übrig gelassen hat oder man lebt einfach davon, was Google und all die Influencer uns vorgaukeln, weil wir zu bequem sind, uns selbst aufzumachen, um uns weiter zu bringen und unserem Leben Inhalt zu geben.

Weil die Regenzeit erst kürzlich sein Ende gefunden hat, präsentiert sich die Natur in saftiger Frische und betäubender Farbenpracht. 

5. April 2021: The Show Must Go On

Hey, ich bin hier der Chef in der Wüste!
Hey, ich bin hier der Chef in der Wüste!

Heute haben wir von Swakopmund aus die Wüste erkundet und was wir da zu sehen bekamen war einfach phänomenal. Auch wenn der Sand und die Felsen den ersten Blick dominieren, so vielfältig und abwechslungsreich können die Details des zweiten Blickes sein, wenn man denn die Zeit, das Auge und das Loslassen zulässt. Man muss es einfach geschehen lassen, ohne Erwartung und es wird kommen und dich in den Bann ziehen. Oder etwa nicht?

4. April 2021: Harmonie pur auf der C28

Heute, der erste richtige Tag in Namibia und schon wieder diese total selbstverständliche sowie ursprüngliche Harmonie. Gestern in Windhoek war der Tag eins, wo man jeweils den Norden abstreifen und beiseite legen kann. Und heute Morgen ging's los auf der C28 von Windhoek nach Swakopmund. Und was uns die Natur geboten hat, ist einfach fantastisch, wie immer. Wenn sich gute Freunde treffen, dann ist die Enttäuschung fern. Mache dir selber ein Bild, ob du damit zufrieden wärst oder nicht. Wenn nicht, dann lass es ruhig bleiben und suche dein Glück woanders.

3. April 2021: Das letzte Mal, bye bye Pension Steiner

Es war ja anzunehmen und doch will man es nicht wahrhaben. Die Pension Steiner war etwas für Insider, für Menschen mit Hang zur Tradition, wo man für wenig Geld viel Charme, Bewährtes und Währschaftes bekommen hat, und dies alles erst noch zentral gelegen inmitten von Windhoek. Ich weiss gar nicht mehr wie oft ich schon hier war in all den Jahren und immer war Preis/Liestung Top. Aber jetzt haben die Asiaten das Zepter übernommen. Die vertrauten und geschätzten lokalen Angestellten sind entlassen und durch kühle asiatische Manager und ihre Entourage  ersetzt worden. Die Pension Steiner hat die Seele, die natürliche Ambiance und Herzlichkeit verloren. Keine Schlüssel, sondern elektronische Karten, um die Türen zu öffnen. Fastfood und Plastik anstelle von frisch Zubereitetem. Der wunderbare Garten wird nicht mehr gepflegt und muss Beton weichen. Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis das alte, charaktervolle Gebäude einem langweiligen Neubau weichen muss, der mehr Rendite hergibt. Man ist als Tourist nicht mehr mit Namibiern zusammen, sondern mit Gästen und Angestellten aus Asien und dies in Afrika. Da kann ich ja gleich nach Asien gehen. Adieu Pension Steiner, schön war's, aber du bist nicht mehr, was du mal warst. 

Es berichtet: Urs Häusermann

Meine Projektpartnerin ist: