Bevor du urteilen willst über mich und mein Leben, ziehe meine Schuhe an und laufe meinen Weg.

indianische Weisheit

Tagebuch

Mit diesem Tagebuch möchte ich versuchen, euch zu Hause täglich etwas Interessantes über mein Leben hier in Afrika, Namibia, Rundu zu berichten.

Ich hoffe, ihr habt Spass daran und wenn ihr irgend einen Kommentar dazu habt, dann lasst es mich ungeniert wissen.

Mo

26

Sep

2016

Ungiftige Cobra, die süchtig machen kann

AC Cobra, nicht giftig, aber süchtig machend
AC Cobra, nicht giftig, aber süchtig machend

Dieser wunderschöne AC Cobra ist letzten Samstag vor das Restaurant Sicilia vorgefahren worden und nicht nur für Regula und mich war dies eine aussergewöhnliche Begegnung und Attraktion, nein, auch viele andere haben ihr Smartphone gezückt, um diesen raren Moment auf Pixel zu bannen. Und wie der britische und muskelbepackte Sportwagen so waren auch die Insassen mit ihren Flieger- oder Fliegenbrillen auf das absolute Minimum durchgestylt. Einfach eine Augenweide;-))

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So

25

Sep

2016

Bye bye Namibia - Grüezi Schwiiz

Bye bye Regula. See & feel you in 76 days.
Bye bye Regula. See & feel you in 76 days.

Wir sitzen im Taxi und sind auf dem Weg zum Internationalen Flughafen Hosea Kutako. Besinnliche Musik ertönt aus den Autolautsprechern, es ist uns nicht ums Sprechen, es scheint alles gesagt zu sein und wir selber sind mit unseren Gefühlen und Gedanken beschäftigt. Viel schneller als üblich scheinen wir am Flughafen zu sein. Viel kürzer als üblich ist die Menschenmenge vor den Schaltern und ungewohnt speditiv haben wir auch das Ticket für Regula. Wahrscheinlich war es gut so, dass alles so schnell ging. Regula hat noch gesagt: "Abschied nehmen ist nicht lustig." Wie recht sie doch hat. Aber ohne den letzten Abschied wäre auch dieser nicht möglich gewesen und das, was dazwischen war, war wahrlich einsame Spitze. Und bis jetzt wurden wir nach dem Abschied immer mit einer wunderbaren Zeit belohnt.

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Sa

24

Sep

2016

Ein letztes Mal

Regula ist auf dem Flug zurück in die Schweiz
Regula ist auf dem Flug zurück in die Schweiz

Ein letztes Mal im Bett unter dem Moskitonetz schlafen, ein letztes Mal nicht wissen, ob es Wasser zum Duschen hat, ein letztes Mal ins Direktorate laufen und den Sonnenaufgang geniessen, ein letztes Mal auf Wiedersehen sagen, obwohl es wahrscheinlich kein Wiedersehen gibt, ein letztes Mal das Haus verlassen, ein letztes Mal die Türe hinter sich schliessen, ein letztes Mal ein Blick zurück, ein letztes Mal zum Flughafen fahren, ein letztes Mal ins Flugzeug steigen und Rundu wird immer kleiner unter uns und verschwindet schon bald ganz.

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Fr

23

Sep

2016

Abschiedsfest für Direktor Mr. Nauyoma

Mr. Nauyoma war ein echter Leader
Mr. Nauyoma war ein echter Leader

Gestern Abend wurde unser Direktor Mr. Nauyoma offiziell verabschiedet. Bis es jedoch soweit war musste viel, sehr viel Wasser durch den Kavango runter fliessen. Der Termin wurde mindestens 4 Mal verschoben bis es gestern dann endlich um 17 Uhr - wenigstens gemäss Einladung - losgehen sollte. Heinz und ich waren dann nicht wirklich verwundert, dass um 17 Uhr noch nichts den Anschein machte, dass das Fest nächstens starten könnte. So entschieden wir uns für einen Drink in einer nahegelegenen Bar. Aber auch eine Stunde später schien der Festplatz so als hätte jemand die Szenerie eingefroren. Nur tröpfchenweise trudelten die Gäste ein und um 19:30 Uhr ging es dann endlich, endlich los, nicht mit Essen oder Trinken, nein, mit mehr oder weniger "geschwollenen" Lobesreden. Alle sassen mit sichtlicher Mühe und um Konzentration kämpfend an ihren leeren Tischen und das Einzige, was es noch zu leeren gab war der Akku des Smartphone. Sage und schreibe um 21:30 war es dann doch noch soweit und Mr Nauyoma führte die 50 Meter lange, hungrige und durstige Warteschlange vor dem Buffet an. Eine Stunde später war ich dann auch schon zu Hause und froh, dass mich Mr. Nauyoma am Morgen schon in meinem Büro besucht hatte und wir in Ruhe und unter vier Augen ein bisschen über die Vergangenheit tratschen konnten. Schade, dass Mr. Nauyoma schon pensioniert wurde, er hätte der Bildungsdirektion noch lange gut getan.

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Do

22

Sep

2016

Schule Ngwa-Ngwa: Warten auf Maismehl

Schon bald dürfte sich das Platzproblem an der Schule Ngwa-Ngwa etwas entschärfen, nicht weil die löchrigen Zelte durch richtige Klassenzimmer ersetzt werden, sondern weil einige Schülerinnen und Schüler nicht mehr zur Schule kommen werden. Diese zügeln nicht weg und sie gehen auch nicht in eine andere Schule, nein, sie bleiben zu Hause, weil es in der Schule nichts mehr zu Essen gibt. Die Regierung muss massiv sparen, weil einerseits einfach zu wenig Geld reinkommt und erwirtschaftet wird und andererseits zu viele Aufgaben und Ausgaben zu befriedigen sind. Auch wir im Direktorate müssen unser Budget um 10% kürzen und so wurden auch die Rationen an Maismehl für die Schulen von dieser Sparübung nicht verschont. Da frage ich mich, was wohl wichtiger ist: "Schule für alle oder kein Hunger für alle?"

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Mi

21

Sep

2016

Toiletten-Projekt: Warten auf Geld

Gestern war ich wieder auf dem Bauplatz, um zu sehen, wie weit die Arbeiten am Toilettenbau sind. Inzwischen stehen alle vier Wände, die Türen sind ebenfalls schon montiert und auch die Fenster sind schon an ihrem endgültigen Platz. Der Bauarbeiter klagt mir, dass er nicht weiter arbeiten kann, weil er kein Material für das Dach und die Innereien des Werkes mehr hat. Ich weiss schon davon und versuche seit einigen Tagen die Dokumente und Unterschriften für eine Teilzahlung zu beschaffen. Ziel ist es, dass wir in den nächsten Tagen 40% des Gesamtbetrages für die Bezahlung von Löhnen und weiterem Material an die Baufirma überweisen und dass dies hilft, den Bau bis Ende Oktober auch weiterhin so speditiv fertig stellen zu können. 

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Di

20

Sep

2016

EXCEL SVERWEIS mit zwei Bedingungen

Excel SVERWEIS mit zwei Bedingungen
Excel SVERWEIS mit zwei Bedingungen

Dieser Blog wartet schon seit anfangs Monat auf seine Veröffentlichung und immer wieder habe ich ihn aus aktuellem Anlass verschoben. Diesen Excel SVERWEIS habe ich nämlich bei meinen Arbeiten im Zusammenhang mit dem Budget 2017/18 sehr oft gebraucht und ich habe mir gedacht, dass diese Formel für den einen oder anderen Excel-Freak auch interessant sein könnte. Die Mitarbeiter im Ministerium waren auf jeden Fall tief beeindruckt, was man mit Excel alles machen kann und vor allem die Definition der Matrixformel mit der geschweiften Klammer hat sie sichtlich verwirrt. Auf jeden Fall haben sie diese Formel eifrig auswendig gelernt, weil verstanden haben sie sie nicht;-((

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Mo

19

Sep

2016

Das Wort zum Montag

Unsere Augen sehen nur, was der Geist bereit ist zu verstehen.

Nun ist sie also da, die letzte Woche unserer gemeinsamen Zeit hier in Rundu. Am nächsten Freitag begibt sich Regula wieder auf den Heimweg in die Schweiz und ab Sonntagabend beginnt für mich das Ende meines Wirkens hier in Namibia. Es bleiben also noch gut 11 Wochen Zeit, um den Geist auf die neue Situation vorzubereiten und ihn verstehen zu lassen, die letzten drei Jahre als wunderbares Geschenk zu sehen.

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So

18

Sep

2016

Pokémon-Warnung

So ein Besuch aus der Schweiz kann ganz schön aufschlussreich sein, vor allem dann, wenn man kurz vor der Rückreise in die neue Welt steht wie ich. Der junge Schweizer hat mich schonend darauf aufmerksam gemacht, dass es für mich ungewohnte Ansammlungen von Menschen geben könnte, die mit dem Fangen von Pokémons zusammenhängt. Er hat sich dann auch alle Mühe gegeben mir zu erklären, worum es dabei eigentlich geht und scheinbar kann man sogar hier in Namibia Pokémons fangen;-(( Aber irgendwie scheine ich hier tatsächlich etwas verpasst zu haben, denn auch nach dem Pokémon-Studium auf Wikipedia kann ich einfach nicht verstehen, wieso sich bei mir das Pokémon-Fieber nicht bemerkbar machen will. Ich war bis jetzt immer der Ansicht, dass mein interkulturelles Verständnis relativ gut entwickelt ist, aber jetzt bin ich mir da nicht mehr ganz so sicher. Und vielleicht muss ich mir den Traum vom interkulturellen Job in der Schweiz doch wieder abschminken und mein Glück auch weiterhin in der zurück gebliebenen Welt des Südens bewahren.

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Sa

17

Sep

2016

Elefantöse und andere Impressionen ...

...von unserem Ausflug mit Freunden aus der Schweiz in Divundu, am Kavango River und im Mahango Tierpark. Mit ein paar unvergesslichen Eindrücken in Erinnerung gehen heute die gemeinsamen Tage mit unserem Besuch aus der Schweiz zu Ende. Wir haben den Kavango mit seiner eindrücklichen Tierwelt, mit Sonne und Mond bei Tag und Nacht sowie an Land und auf dem Wasser mit seiner ganzen Faszination erlebt. Und es ist tatsächlich so, wie mein Bruder mir kürzlich geschrieben hat: "Wir mögen die Welt durchreisen, um das Schöne zu finden, aber wir müssen es in uns tragen, sonst finden wir es nicht."

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Fr

16

Sep

2016

FOR SALE

Wer möchte mein schönes und zuverlässiges Gefährt kaufen?
Wer möchte mein schönes und zuverlässiges Gefährt kaufen?

Der Ausverkauf hat begonnen! Zur Zeit fahre ich mit diesem Hinweis an den Scheiben meines Toyota Fortuners durch die Gegend, um potentielle Käufer auf meine Verkaufsabsichten aufmerksam zu machen. Am liebsten würde ich natürlich meinen inzwischen lieb gewonnen Fortuner in die Schweiz mitnehmen, denn er ist nach (zu) vielen Operationen (neue Kupplung, neue Wasserpumpe, neue Reifen usw.) in einem tadellosen und noch nie da gewesenen Zustand. Aber wenn ich an das Prozedere beim Strassenverkehrsamt in Schafisheim denke, um einen Wagen aus dem Ausland für die schweizerischen Vorschriften tauglich zu machen, dann graust es mir ganz bedenklich. So werde ich also versuchen meinem treuen Begleiter hier in Rundu einen neuen fürsorglichen Besitzer zu finden.

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Do

15

Sep

2016

Die Geschichte von Klara und Kora

Heute haben Herr und Frau Fahrwanger nicht viel zu lesen, denn wahrscheinlich kennen sie die Geschichte von Klara und Kora schon. Diese steht nämlich in der Fahrwanger Dorfziitig Fazit und wurde von mir aufgrund einer wahren Gegebenheit, d.h. im Zusammenhang mit dem Einbruch in mein Auto und dem anschliessenden Prozedere auf dem Polizeiposten, zu Papier gebracht. Also meine lieben Fahrwanger, heute habe ich für euch nicht wirklich viel Neues und für alle nicht Fahrwanger und trotzdem Interessierte ist unten das PDF-File der bereits erwähnten Fazit, wo die Geschichte von Klara und Kora, aber auch andere News aus Fahrwangen, zu finden sind. Viel Spass beim Lesen;-))

fahrwangen_fazit-40.pdf
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Mi

14

Sep

2016

Die Schule Ngwa-ngwa

In der Schule Ngwa-ngwa, die nun Dank einem Sponsoring aus der Schweiz ein Toiletten-Häuschen erhält, werden 250 Schülerinnen und Schüler in den Klassen 1 bis 4 unterrichtet. Für zwei Klassen hat es keinen Platz im schon überfüllten und einzigen Schulhaus, deshalb ist ihr Schulzimmer behelfsmässig und seit Jahren ein Zelt, weil einfach die Finanzen fehlen, um weitere Klassenzimmer zu bauen. In einem der beiden Zelte sitzen eingeengt, aber aufmerksam den Ausführungen der Lehrerin folgend, über 60 Kinder, im Wissen, dass eine gute Schulbildung die einzige Chance auf ein besseres Leben ist. In einer anderen Klasse warten die Kinder geduldig auf ihre Lehrerin, die nach Aussage der Schulleiterin den Schlangen soeben einen Besuch abstattet, um ihre Notdurft bei den nahen Büschen zu erledigen. Da es auf dem Schulareal kein Lehrerzimmer oder Materialraum gibt, werden die Säcke mit dem Maismehl für die tägliche Ration Pap im Schulzimmer gelagert. Schulmaterial gibt es nicht in allen Klassen genug und oft müssen die wenigen Lehrmittel, die zur Verfügung stehen, unter den Schülern geteilt werden. Draussen sind inzwischen auch schon 2 Frauen vom Dorf am Pap vorbereiten und kochen. Sie machen dies freiwillig und ohne Bezahlung, d.h. sie sind die einheimischen Volunteers und ich ein ausländischer. Die Szenerie an der Schule lässt die Frage in mir aufkommen, ob die Investition in die Toilettenanlage richtig war oder ob nicht besser z.B. ein Schulraum hätte gebaut oder Lehrmittel gekauft werden sollen? Die Herausforderungen hier sind so vielfältig, dass diese Frage für mich kaum sinnvoll und abschliessend zu beantworten scheint. 

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Di

13

Sep

2016

Das können wohl nur die Lehrer verstehen

Fehlende Konkurrenz macht dumm und stark
Fehlende Konkurrenz macht dumm und stark

Obwohl es mit den Finanzen in Namibia eher schlecht bestellt ist, verlangt die Lehrerschaft, angeführt und angeheizt von der Gewerkschaft (Namibia National Teachers Union), 8% mehr Lohn und nicht nur 5%, wie von der Regierung angeboten. Alle anderen Staatsangestellten erhalten übrigens nur 2% mehr Lohn und selbstverständlich würden diese gerne auch mehr haben, aber wo nichts ist, da gibt es auch nichts zu verteilen! Aus meiner "fremden Sicht" ist dieses Verhalten der Lehrerschaft nur möglich, weil es viel zu wenig Lehrkräfte in Namibia gibt. Die fehlende Konkurrenz ist u.a. auch ein Grund, wieso die Qualität an den Schulen im Argen liegt und sich dieser kollektive Egoismus in dieser unfairen und unwürdigen Form ausbreiten kann. 

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Mo

12

Sep

2016

Mit der Zeit wird manches klar

Jungkochtalent Jo-Andri Pretorias
Jungkochtalent Jo-Andri Pretorias

Inzwischen weiss ich auch, wieso wir vor kurzem so gut gegessen haben im neu entdeckten Lokal mit dem Namen JoJo's. In der deutschsprachigen "Allgemeine Zeitung" stand nämlich, dass die Jungköchin Jo-Andri Pretorias am 23. September 2016 beim Finale des internationalen Hans-Bueschkens-Wettbewerbs für Köche in Thessaloniki, Griechenland, teilnehmen wird. Und genau dieses Koch-Jungtalent kocht im JoJo's und da Regula und ich schon zweimal dort ausgezeichnet gegessen haben, ist ihre Kochkunst wohl mehr als Zufall. Mal schauen was uns in knapp zwei Wochen im JoJo's in Windhoek erwartet, wenn wir dort essen, aber Jo-Andri Pretorias in Thessaloniki am Kochen ist. 

 

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So

11

Sep

2016

Die Sonne lockt Regula aus dem Bett

Der morgendliche Spaziergang durch das Tutungeni-Quartier lässt sich Regula nicht mehr nehmen. Kurz nach halb sieben geht es los. An Werktagen läuft sie alleine zum Directorate of Education, wo sie mich kurz in meinem Büro besucht. Danach geht es mit etwas Hunger im Bauch wieder zurück zu unserem Haus, wo sie das Frühstück geniesst. Am Wochenende machen wir den Morgenspaziergang, in der noch angenehm kühlen Luft und durch die vereinsambten Strassen dem Sonnenaufgang entgegen, gemeinsam. Es ist einfach herrlich, den Tag bei einer solchen genialen Stimmung zu beginnen, auch heute Morgen wieder;-))

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Sa

10

Sep

2016

Noch 3 Monate to stay, to say goodbye.

Auf Wiedersehen in 3 Monaten am Ziel
Auf Wiedersehen in 3 Monaten am Ziel

Die Zeit rennt, unaufhörlich, wie die Menschen links im Bild. Es kommt mir vor wie vor 10 Jahren, als ich mit dem Fahrrad dem Ziel Kapstadt immer näher kam, aber noch nicht wirklich genug hatte um aufzuhören, und am liebsten wieder zurück nach Kairo gefahren wäre. Auch jetzt merke ich, dass die Zeit immer mehr drängt, aber ich mich eigentlich gar nicht mit dem Ende der Reise beschäftigen möchte. Nichtsdestotrotz werde ich in 3 Monaten, es wird auch wieder ein Samstag sein, in Kloten landen und dann versuchen eine neue Reise in Angriff zu nehmen. Denn, "nur wer zum richtigen Zeitpunkt aufhören kann, wird rechtzeitig zum neuen Ziel aufbrechen können". 

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Fr

09

Sep

2016

Toiletten-Projekt: Fundament und Mauern

Gestern war ich auf der Baustelle bei der Schule Ngwa-ngwa, um mich zu vergewissern, ob inzwischen mehr aus dem Aushub geworden ist. Und siehe da, es geht doch etwas, auch in Afrika. Der Maurer war zwar gerade mit Kleider waschen beschäftigt, aber dass er ab und zu auch an der Fertigstellung der Toilettenanlage arbeitet, beweisen diese Bilder. Er lebt übrigens im Zelt auf der Baustelle, so hat er einen kurzen Arbeitsweg und niemand kann ihm die Steine klauen ohne dass er es merkt;-)) Die Schulleiterin habe ich auch getroffen und sie hat sich tausendmal bedankt für das Engagement aus der Schweiz und betont, dass die Schule seit Eröffnung 1975 ohne Toilette ist. Sie hat mir und Regula auch bereitwillig die Schule gezeigt und die Schulklassen vorgestellt, aber darüber werde ich ein andermal berichten. 

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Do

08

Sep

2016

Windhoek von oben

Beim Start gestern vom Stadtflughafen Eros konnte ich an meinem Fensterplatz für einen kurzen Moment die herrliche Sicht auf Windhoek geniessen und auch ein paar Bilder auf Pixel aufnehmen. Als Orientierung hilft sehr gut die Christuskirche, das Unabhängigkeits-Gedenkmuseum sowie der Tintenpalast, die alle drei an der Robert Mugabe Avenue liegen und im oberen Teil der Bilder gut zu sehen sind. Parallel zur Robert Mugabe Avenue ist die Zentrumsstrasse Independence Avenue sowie die sechsspurige Ndemufayo Avenue, an der die grosse und rotbedachte Wernhil Park Mall liegt und die in der Nacht von aufstrebenden, gelangweilten und reichen "Schumi's" gerne als Rennstrecke missbraucht wird. 

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Mi

07

Sep

2016

KATUTURA

Regula wünschte sich zu sehen, wo und wie die Menschen hier in Windhoek wohnen, in der Stadt selber nämlich die Wenigsten oder nur die Reichsten. Und so habe ich einen Führer und Fahrer organisiert, um zu sehen, wo und wie der Rest und damit ein Grossteil der lokalen Bevölkerung von Windhoek wohnt. Der junde Guide PHINEAS fuhr uns mit dem alten Jeep nach Katutura, historisch bekannt als ein ehemaliges Township. Katutura ist eine Vorstadt im nördlichen Stadtrand von Windhoek, die in den 1950er Jahren im Rahmen der südafrikanischen Apartheidspolitik entstanden ist. Die riesige Ansammlung von Blechhütten beherbergt alles, was das Leben ausmacht, Mensch und Tier, Verkaufsstände für Essen, Fleisch, Gemüse, Schuhe und Kleider, Latrinen, einfache Werkstätten usw., einfach alles, was es als Lebensnotwendiges für das Überleben eben braucht. Es ist schon beeindruckend, wenn man sieht und erlebt, wie bescheiden die Menschen hier hausen.

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Di

06

Sep

2016

Maler aus Leidenschaft

Gestern habe ich diesen (verrückten) Maler etliche Meter über dem Boden an einer Hauswand hängend gesehen, wie er seinen Job ausübt oder interpretiert. Die SUVA hätte wohl wenig Freude daran und deshalb gibt es die auch besser nicht in Namibia. Auf jeden Fall kann er sich damit die Investition für eine Leiter sparen und seine körperliche Fitness und Kletterkunst kommt auch nicht zu kurz. Wie auch immer, ich wenigstens war äusserst beeindruckt von seinem nicht ganz ungefährlichen Einsatz die Hauswand makellos streichen zu wollen. Das ist etwas, dass man hier in Afrika von den Handwerkern nicht oft zu sehen bekommt, aber eben, es gibt wie überall auch Ausnahmen.


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Mo

05

Sep

2016

Begegnung - Austausch - Lernen

Die letzten zwei Tage hat uns die Initiative andere Menschen anzusprechen zu sehr interessanten Begegnungen und wertvollem Wissensaustausch geführt. Zuerst haben wir ein junges Paar, sie in vierter Generation Deutsch in Namibia und spezialisiert auf Lasern von Augen, er aus Südafrika und Designer von Möbeln, kennen gelernt. Wir haben uns lange über uns selbst und unsere Wünsche ans Leben sowie die grossen Herausforderungen von Namibia (Hunger, Arbeitslosigkeit, Bildung usw.) unterhalten und dabei interessante Ansichten und Lösungsansätze ausgetauscht. Und gestern haben wir beim Frühstück in der Pension Steiner einen deutschen Geologie- Dozenten kennen gelernt, der mit Professoren und Studenten eine dreiwöchige Reise durch den steinigen und geologisch sehr interessanten Westen von Namibia vor sich hat. Der Dozent war sehr an unserer Erfahrung über Namibia interessiert und wir konnten ihm einige neue "Insights" (Einblicke) über Namibia verraten. Und die jungen Studenten werden in den nächsten paar Wochen mit Hammer und Schreibzeug der namibischen Geologie auf den Zahn fühlen und ihre Masterarbeit darüber schreiben.

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So

04

Sep

2016

Wie es der Zufall so will

Wir konnten einfach nicht glauben, dass wir schon alle feinen Restaurants in Windhoek kennen. Ich erinnerte mich, dass ich schon mehrere Male im erweiterten Fabrikgebäude des Craft Centres eine gemütliche Runde von Menschen beobachtete. Und so haben wir uns gestern auf die Suche nach dem Eingang zu diesem Plätzchen gemacht und es hat sich mehr als gelohnt. Regula hat gemeint, dass mit dem feinen Essen, der kreativen Atmosphäre und der freundlichen Bedienung im JoJo's das Restaurant Gathemann eine echte und faire Konkurrenz bekommen hat. Vom Gruss aus der Küche, über das "Grüne Risotto" bis zum süssen Dessert war einfach alles perfekt.

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Sa

03

Sep

2016

Namibia gleich wie Schweiz

Glücklicher Frühlingsanfang auch für mich
Glücklicher Frühlingsanfang auch für mich

Wenigstens für die nächsten beinahe zwei Monate und im Zusammenhang mit der Uhrzeit stimmt diese Aussage, denn in der Nacht von heute auf morgen wird die Zeit hier in Namibia um eine Stunde vorgestellt und damit sind wir dann zeitlich gleichauf mit der Schweiz. Wenigstens bis am 30. Oktober, denn dann wird der Schlaf von Herrn und Frau Schweizer mit der Umstellung auf Winterzeit um eine Stunde verlängert, was die Langschläfer freuen dürfte. Und so haben gestern viele Menschen hier im Bildungsministerium den Frühlingsanfang und die Zeitumstellung mit solchen selbstgebackenen Muffins gefeiert und sogar der Shirumbu Urs hat am Schluss so ein Törtchen gekriegt. Ich musste jedoch zuerst der Muffin-Frau ein paar "Sicherheits"- Fragen beantworten, denn nur Angestellte des Ministerium erhalten nämlich das feine Gebäck.

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Fr

02

Sep

2016

Des einen Freud, des anderen Leid

Es gibt viel zu tun, packen wir es an. Ja, auch dieses Sprichwort ist war und deshalb darf ich noch etwas länger für das Finanzministerium arbeiten als geplant. Regula hingegen findet es gar nicht lustig, dass wir nicht wie vorgesehen heute nach Rundu zurück fliegen und sie noch bis am nächsten Mittwoch hier in Windhoek ausharren muss. Ich bin ja den ganzen Tag mit all meinen Zahlen mehr als beschäftigt, aber für sie wird die Langeweile hier in der Pension so langsam aber sicher nerviger.

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Do

01

Sep

2016

Bilder von Namibia aus dem Norden

Regula hat kürzlich eine Postkarte mit einem Zebra an ihre Schulklasse zu Hause in Bremgarten geschickt und dabei erwähnt, welche Tiere sie hier in Namibia schon alles gesehen hat. In der Klasse hat man sich anschliessend diesen Wildtieren ein bisschen genauer gewidmet und jedes Kind durfte danach seine Vorstellungen auf Papier bringen. Gestern nun ist das Mail mit den Bildern der Kindern bei Regula im elektronischen Postfach gelandet und sie hat sich riesig über die gemalten Werke gefreut.

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Es berichtet: Urs Häusermann

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